Je tiefer wir in die Eifel fuhren, desto kälter und nebliger wurde es. Am Schützenhof angekommen, klang bereits Musik durch die Eingangstüren. Anders als zunächst angenommen, war es keine Musik aus der Konserve, sondern eine unsagbar gute musikalische Darbietung der Band Gnadenhof – Soundcheck! Jetzt war klar, warum diese Band einen ganzen Saal füllt.
Schwer beeindruckt von den Skills der Kolleg*innen auf der Bühne warteten wir geduldig auf unseren Soundcheck – in einer noch sehr kalten Halle. Peter, ein wirklich fähiger Tontechniker, instruierte uns souverän, sodass wir es uns auf dieser riesigen Bühne schnell gemütlich machen konnten. Wie immer stimmte etwas nicht mit Dominiks Gitarre. Wir gehen davon aus, dass sie mit einem Fluch belegt ist und über die Feiertage besser in der Ecke der Heilung verweilen sollte. Daumen drücken erwünscht!
Nach einem stärkenden Abendessen mit sehr spezieller Tischdeko füllte sich der Saal. Die Böcke stiegen gen Gipfel, und alle Zeichen standen auf Abriss. Uns war klar, dass wir auf ein hardrock-affines Publikum stoßen würden, aber man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen.
„Los geht’s!“ Der erste Song war „Gottlos verlaufen“ – eine gute Entscheidung, diesen erstmals als Opener zu spielen. Wir konnten einen Teil des Publikums direkt abholen, und die Stimmung lockerte sich zunehmend. Als Underdogs fühlten wir uns sehr wertgeschätzt, da wir nicht zwangsläufig auf Zustimmung hoffen konnten, wenn der Großteil des Publikums offensichtlich auf härtere Klänge steht. Glück gehabt: Die Menschen im Saal sangen sogar mit und zeigten fleißig ihre nackten Unterarme.
Ein stimmungsvolles Bandfoto vor einem Menschenmeer, das später einen Platz auf unserer Insta Wall of Fame fand, entstand mit der tatkräftigen Mithilfe unserer lieben Karla. Sie bestieg die Bühne ohne Blessuren und fand auch unbeschadet den Weg zurück ins Publikum. Ihre Angst, sich vor diesem Publikum zu maulen, war riesig. Easy, Karla!
Unsere Ode an die Spielerfrauen wurde zu einem spontanen Ausflug in musikalische Paralleluniversen. Ein kleiner Song für unsere Mädels, kreativ verteilt auf mehrere Tonarten, gewürzt mit einem enthusiastischen Feedback und einer Prise kontrolliertem Chaos.
That’s life!
Krone gerichtet, Lächeln aufgesetzt, weiter geht’s – die Geste zählt immer.
Das Kommando und die Spielerfrauen genossen den restlichen Abend die Klänge des Gnadenhofs.
Es war ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Unser Dank gilt dem Schützenhof Schmidt und der wundervollen Band Gnadenhof.
Ein Kommandeur


