kleinkunstkommando Tagebuch
In den letzten Monaten ist unglaublich viel passiert. Konzerte, Begegnungen, lange Nächte, kurze Reisen, laute Momente und leise Gedanken. Dinge, die man erlebt – und die viel zu schnell wieder verschwinden, wenn man sie nicht festhält.
Genau deshalb gibt es ab jetzt unser Tagebuch.
Hier wollen wir sammeln, was uns bewegt hat: Berichte von vergangenen Konzerten, Eindrücke von unterwegs, kleine Geschichten hinter den Kulissen und Erinnerungen, die uns wichtig sind. Nicht alles davon war perfekt, aber alles davon war echt – und genau das macht es erzählenswert.
Dieses Tagebuch ist unser Versuch, Erinnerungen zu bewahren – für uns selbst, damit wir nichts vergessen. Und für euch, damit ihr das Kleinkunstkommando ein Stück näher kennenlernen und begleiten könnt.
Schön, dass ihr mitlest.
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Beim Jameson Battle of the Bands Contest ging es für uns gemeinsam mit NerdbyNature und Druckpunkt um den Einzug ins Halbfinale. Spoiler: Es hat geklappt.
Drei Bands, drei unterschiedliche Styles – und ein Abend, der definitiv hängen geblieben ist.
Den Anfang machten die Jungs von NerdyNature.
Leider wurde ihr Set von technischen Schwierigkeiten begleitet: Das mitgebrachte Equipment wollte sich partout nicht mit der Hausanlage verstehen. Die Folge war ein musikalischer Blindflug auf der Bühne. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – konnte man das enorme Potenzial ihrer Musik deutlich erkennen. Wirklich großartig, extra aus dem Ruhrgebiet angereist und sich tapfer durch den Abend gekämpft. Hut ab und größten Respekt dafür!
Danach waren wir, Kleinkunstkommando, an der Reihe. Die Stimmung im Publikum war von Anfang an auf unserer Seite, die Energie hoch und die Unterstützung deutlich spürbar. Besonders großartig: Unsere treuesten Fans haben extra für unser Konzert ein Hotelzimmer gebucht. Mehr Rückenwind geht kaum – und genau diese Unterstützung hat uns durch den Auftritt getragen.
Den Abschluss machten Druckpunkt – und wie. Souveräner, schnörkelloser Rock-Rap, harte, groovige Rockriffs und treffsicherer Rapgesang auf den Punkt. Druckvoll, tight und kompromisslos. Kurz gesagt: Hammer!
Die Stimmung war von Beginn an hervorragend: ein waches, lautes und engagiertes Publikum.
Die Energie passte – und offenbar auch das, was aus den Boxen kam.
Das Bewertungssystem lag komplett in den Händen des Publikums: Über Stimmzettel wurden 5 Punkte für die Lieblingsband, 3 Punkte für Platz zwei und 1 Punkt für Platz drei vergeben. Nach der Auszählung stand fest, dass wir die meisten Punkte sammeln konnten.
Ergebnis des Abends: Einzug ins Halbfinale.
Ein intensiver, erfolgreicher Abend mit starken Bands, kleinen technischen Herausforderungen und großartiger Unterstützung aus dem Publikum.
- Details
Je tiefer wir in die Eifel fuhren, desto kälter und nebliger wurde es. Am Schützenhof angekommen, klang bereits Musik durch die Eingangstüren. Anders als zunächst angenommen, war es keine Musik aus der Konserve, sondern eine unsagbar gute musikalische Darbietung der Band Gnadenhof – Soundcheck! Jetzt war klar, warum diese Band einen ganzen Saal füllt.
Schwer beeindruckt von den Skills der Kolleg*innen auf der Bühne warteten wir geduldig auf unseren Soundcheck – in einer noch sehr kalten Halle. Peter, ein wirklich fähiger Tontechniker, instruierte uns souverän, sodass wir es uns auf dieser riesigen Bühne schnell gemütlich machen konnten. Wie immer stimmte etwas nicht mit Dominiks Gitarre. Wir gehen davon aus, dass sie mit einem Fluch belegt ist und über die Feiertage besser in der Ecke der Heilung verweilen sollte. Daumen drücken erwünscht!
Nach einem stärkenden Abendessen mit sehr spezieller Tischdeko füllte sich der Saal. Die Böcke stiegen gen Gipfel, und alle Zeichen standen auf Abriss. Uns war klar, dass wir auf ein hardrock-affines Publikum stoßen würden, aber man wächst ja bekanntlich an seinen Herausforderungen.
„Los geht’s!“ Der erste Song war „Gottlos verlaufen“ – eine gute Entscheidung, diesen erstmals als Opener zu spielen. Wir konnten einen Teil des Publikums direkt abholen, und die Stimmung lockerte sich zunehmend. Als Underdogs fühlten wir uns sehr wertgeschätzt, da wir nicht zwangsläufig auf Zustimmung hoffen konnten, wenn der Großteil des Publikums offensichtlich auf härtere Klänge steht. Glück gehabt: Die Menschen im Saal sangen sogar mit und zeigten fleißig ihre nackten Unterarme.
Ein stimmungsvolles Bandfoto vor einem Menschenmeer, das später einen Platz auf unserer Insta Wall of Fame fand, entstand mit der tatkräftigen Mithilfe unserer lieben Karla. Sie bestieg die Bühne ohne Blessuren und fand auch unbeschadet den Weg zurück ins Publikum. Ihre Angst, sich vor diesem Publikum zu maulen, war riesig. Easy, Karla!
Unsere Ode an die Spielerfrauen wurde zu einem spontanen Ausflug in musikalische Paralleluniversen. Ein kleiner Song für unsere Mädels, kreativ verteilt auf mehrere Tonarten, gewürzt mit einem enthusiastischen Feedback und einer Prise kontrolliertem Chaos.
That’s life!
Krone gerichtet, Lächeln aufgesetzt, weiter geht’s – die Geste zählt immer.
Das Kommando und die Spielerfrauen genossen den restlichen Abend die Klänge des Gnadenhofs.
Es war ein Abend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Unser Dank gilt dem Schützenhof Schmidt und der wundervollen Band Gnadenhof.
Ein Kommandeur


